Chinesisch lernen leicht gemacht

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In fremden Kulturen wirkt vieles auf den ersten Blick ungewöhnlich: Andere Kleidung, andere Essgewohnheiten, andere Musik, eine andere Sprache. In vielen asiatischen Ländern kommt noch eine andere Schrift dazu, die für uns Europäer eher rätselhaft erscheint – Schriftzeichen statt Buchstaben. Als deutscher Schüler hat man sich in der Grundschule vier Jahre lang abgemüht, um sechsundzwanzig Buchstaben, drei Umlaute und das scharfe ‚S‘ zu beherrschen. Wer Chinesisch lernen will, sieht sich einer weitaus größeren Herausforderung gegenüber: 50.000 Schriftzeichen, davon 10.000 im alltäglichen Gebrauch. Wer in städtischen Regionen weniger als 2.000 Zeichen kennt, gilt schon als Analphabet (vgl. hier). Daneben sieht unser ABC aus wie ein misslungener Prototyp.

Um ihren Kindern Chinesisch beizubringen, suchte die in London lebende ShaoLan Hsueh lange nach einer geeigneten Methode, die abstrakten Schriftzeichen leichter und mit mehr Spaß zu lehren. Die Suche blieb lange erfolglos. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch, und so entwickelte sie ihr eigenes Konzept: Chineasy heißt die Methode, die ShaoLan Hsueh auf der Digital-Life-Design Konferenz dieses Jahr vorstellte (vgl. hier). Die Idee: Chinesische Schriftzeichen werden als Bild zu dem gestaltet, was sie bedeuten. Das Zeichen für Mensch beispielsweise bekommt einen Kopf, Hände und Füße. Wie bei einem Baukasten lernt man zuerst einzelne Zeichen, auf deren Basis man dann relativ schnell aufbauen können soll, um ganze Sätze zu bilden.

Bunte Bilder, die einem die Buchstaben erklären, Wörter als Bausteine erklärt – das ist von Grundschul-Methoden gar nicht weit entfernt. Trotz der großen Unterschiede zwischen westlichen und fernöstlichen Sprachen, haben sie scheinbar eines gemeinsam: Am einfachsten lernt man sie so, wie Kinder sie am besten lernen.

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