Computerspiele im Geschichtsunterricht

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Im Unterricht Computerspiele zu spielen klingt allgemein eher nach Fremdbeschäftigung, als nach ernst zu nehmendem Unterricht. Versuche dadurch etwas Abwechslung und vor allem mehr Spaß in den Schulalltag zu integrieren, ohne dabei das Lernen zu vernachlässigen, gab es jedoch schon einige. Ein weiterer soll 2017 zunächst an ausgewählten Schulen in Nordamerika mit CivilisationEDU starten, das als spielerische Lernergänzung im Geschichtsunterricht zum Einsatz kommen soll.

Entwicklung miterleben statt büffeln

Genauer gesagt handelt es sich dabei um eine Optimierung des Strategie-Spieleklassikers Civilisation V, in dem es darum geht, eigene Imperien aufzubauen, Handel zu treiben, sich fortschrittlich zu entwickeln usw. Dieses soll nun für den Schulalltag, bezogen auf historischen Kontext, optimiert werden um Schülern beim Spielen wichtige historische Ereignisse näherzubringen, sowie den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt der letzten Jahrhunderte und -tausende.

Zum einen sollen sie dadurch in der Lage sein, Fortschritt selbst miterleben und damit besser verstehen zu können, zum anderen sind sie spielerisch dazu animiert, komplexe wirtschaftliche, diplomatische, militärische etc. Problemlösungen zu entwickeln und somit in großen Dimensionen mit vielen zu berücksichtigenden Faktoren zu denken.

Unterstützt werden die Entwickler dabei von GlassLab Inc., einer Non-Profit-Organisation, die ein Tool entwickeln soll, durch das Lehrer später die Leistungen ihrer Schüler im Spiel nachvollziehen und bewerten können sollen. GlassLab ist dabei spezialisiert auf Lernmodifikationen für bekannte Spiele und entwickelte unter Anderem „Use your Brainz EDU“, eine Lernversion des bekannten „Plants VS. Zombies“.


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