Der Pädagoge im Social Network

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Lehrer-Schüler-Austausch über Facebook

Das Urlaubsfoto des Klassenlehrers, der in Badehose am Strand steht und in die Kamera winkt, bekommt auf Facebook von seinen Schülern 10 Likes: Solche Interaktionen sind in Rheinland-Pfalz seit einigen Wochen verboten. Lehrer und Schüler dürfen auf Facebook nicht befreundet sein (vgl. hier). Mit dieser harten Trennung von Schule und Privatleben ist das Bundesland bisher die Ausnahme. Andere Länder sind sich zwar der Problematik bewusst, gehen eine Regelung aber eher zögerlich an. Ein Stern-Artikel beschreibt die Unterschiede: In Bayern und Baden-Württemberg darf das soziale Netzwerk nicht für die Schule, aber zum privaten Kontakt zwischen Pädagogen und Schülern genutzt werden.

Andere Bundesländer wie Niedersachsen oder Brandenburg überlassen die Frage gänzlich den Lehrern bzw. Schulen. Als ‚kompromisslos‘ betitelt Stern Rheinland-Pfalz, das mit der strikten Regelung alleine dasteht und urteilt damit vielleicht zu hart: Immerhin ist man sich dessen bewusst, dass bei der Regelung des Umgangs zwischen Lehrern und Schülern auf sozialen Plattformen wie Facebook und WhatsApp Handlungs- oder zumindest Diskussionsbedarf besteht. Seinen Lehrer Zuhause zu besuchen und ihm nochmal eine Frage zu den Hausaufgaben zu stellen, das würde wohl kein Schüler machen. Hier ist eindeutig, wo die Schule endet und die Privatsphäre beginnt. Doch wo verläuft diese Grenze in einem sozialen Netzwerk? Da sind sich die Bundesländer noch nicht einig.


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