Der Prof in meinem Handy

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Wer kennt das nicht? Man sitzt in der Uni, es ist früh am Morgen oder spät am Nachmittag. Jede Woche spricht der gleiche Professor, dessen Ansichten und Wissensstand man genau kennt. Da wäre es doch mal spannend zu sehen, welchen internationalen Status ein Thema hat und was Experten weltweit dazu sagen. Das ist insbesondere interessant, wenn es um Inhalte geht, mit denen sich nicht so viele Menschen beschäftigen. Ein Bereich, der zunehmend Anhänger gewinnt, ist die graphic novel – nicht gleichzusetzen mit dem schwammigen Begriff des Comics oder auch die Science Fiction Literatur, der vielerorts noch immer das Image der Trivialliteratur und des Trash anhaftet. Um die Vorlesung vielfältiger und aspektreicher zu gestalten, hat sich der Kulturwissenschaftler Lars Schmeink mehrere Gastredner eingeladen.

Jedoch nicht in Fleisch und Blut traten sie vor die Studenten, sondern virtuell. Ohne eine weite Reise antreten zu müssen, konnten sie anwesend sein und ihr Wissen teilen. Im Anschluss an die Vorlesung traten sie zusätzlich in die Diskussion mit den Studenten. Die „Zeit“ hat sich in einem Artikel mit dem Titel „Im Beta-Studium“ (vgl. Oskar Piegsa, Zeit, 28.08.2013) intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Das „Beta-Studium“ an sich umfasst neben dieser Vorlesungsergänzung eigentlich noch viel mehr. Spezielle Apps sowie Skype sollen Studenten und Mitarbeiter einer Uni unterstützen: So können zum Beispiel besonders schüchterne Studenten während der Vorlesung Fragen an den „virtuellen Prof“ stellen, ohne sich im vollen Hörsaal mit roten Ohren erheben zu müssen. Apps zeigen Studenten, wo die nächste Toilette oder das Prüfungsbüro ist und Rollstuhlfahrern sollen sie helfen, barrierefreie Wege schnell zu finden. Das Studentenleben 2.0 besucht zwar noch das erste Semester, doch es liegt voll im Trend.

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