Genie im Schlaf?

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Den ganzen Tag dem Nichtstun frönen, spät ins Bett gehen und dann im Schlaf doch noch alles Wichtige merken: Die Idee im Schlaf zu lernen klingt verlockend. Filme wie Matrix gehen mit solchen Wünschen spielerisch um, wenn innerhalb weniger Minuten jegliche Kampfsportarten in Neos Gehirn hochgeladen werden und er sie dann sofort beherrscht. Auch der ein oder andere Verlag findet hier seine Nische und verspricht, dass ein Paar Kopfhörer und Audiodateien mit Vokabeln und Grammatik ausreichen, um eine Sprache zu lernen. Grundlage für all das ist die Tatsache, dass unser Gehirn auch während der Nachtruhe hochaktiv bleibt. Doch was ist dran, an dem hochtrabenden Wunsch im Schlaf zu Lernen?

Aus wissenschaftlicher Sicht ist es gar nicht leicht zu analysieren, wie das Gehirn im Schlaf Wissen verarbeitet. Ein Planet Wissen-Artikel stellt ein Projekt der Uni Lübeck vor: Probanden lernten Vokabeln und Formeln und wurden nach dem Lernen in einen besonders tiefen Schlaf versetzt. Als sie aufwachten, konnten sie sich durch den Tiefschlaf deutlich besser an Vokabeln und Formeln erinnern. Sich im Schlaf mit Wissen berieseln zu lassen und sich dabei vollkommen neue Informationen zu merken, bleibt jedoch utopisch. Aber Schlafen hilft indirekt beim Lernen, denn der Schlaf festigt das Gelernte. Doch während wir schlafen werden im Hirn auch Strukuren abgebaut, Überflüssiges wird aussortiert. Also nutzt das Gehirn den Schlaf, um zu sortieren, was im wachen Zustand geschehen ist. Deswegen ist es auch der Kopf und nicht der Körper, der für Schlaf sorgt. Das bestätigte für die Wissenschaftler in Lübeck nämlich eine alte These: Das Hirn sorgt für Schlaf, weil es selbst ihn braucht, so der Planet Wissen-Artikel.

Um den Bedürfnissen der grauen Zellen optimal entgegenzukommen, bietet auch BRAINYOO einen Lernmodus an, der darauf ausgelegt ist, Wissen ins Langzeitgedächtnis zu befördern. Dabei werden die Karteikarten automatisch in immer größeren Abständen wiederholt. Dabei braucht es die Lernphasen ebenso sehr wie die Ruhe- und Schlafphasen. Also doch das Genie im Schlaf – aber leider nicht ohne vorher zu büffeln.

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