Rechtsanwaltsfachangestellter lernen und Prüfungsvorbereitung

Du kannst dich gut ausdrücken? Du arbeitest kundenorientiert? Verschwiegenheit ist kein Problem für dich? Du behältst den Überblick, wenn mal Stress aufkommt? Du suchst eine Möglichkeit, um all dies zu verbinden? Dann ist eine Ausbildung zum /r Rechtsanwaltsfachangestellten genau das Richtige für dich. Rechtsanwaltsfachangestellte arbeiten in Inkassobüros, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Banken, Sparkassen, Versicherungen sowie in Rechtsanwaltskanzleien. Zu ihre Aufgaben gehört die Bearbeitung der Korrespondenzen, Erstellung von Rechnungen, Führung der Register und Akten sowie Terminvereinbarungen.

 

Rechtsanwaltsfachangestellter Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und wird durch die Rechtsanwaltskammer geprüft. Voraussetzungen für die Lehre sind u. a. Flexibilität, Kundenorientierung, Ausdrucksvermögen (schriftlich und mündlich) und Verschwiegenheit. Schwerpunkte der Lehre sind bspw. Durchführung von betrieblichen Berechnungen, Entwerfen von Kündigungs- und Mahnschreiben sowie Beachten und Unterscheiden der Grundlagen des grenzüberschreitenden Rechtsverkehrs. Während der Ausbildung erwirbst du außerdem Kenntnisse über Themen wie Organisation des Ausbildungsbetriebs, Umweltschutz sowie Rechte und Pflichten während der Ausbildung. In der Schule erlernst du weitere Kenntnisse in allgemeinen Fächern (Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde…) und in den berufsspezifischen Lernfeldern. Deine Ausbildung zum / r Rechtsanwaltsfachangestellten erfolgt in einem Lehrbetrieb und in der Berufsschule. Der Unterricht in der Schule kann als Blockunterricht oder an zwei Tagen pro Woche erfolgen, je nach Bildungseinrichtung. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kann man sich zum / r Rechtsanwaltsfachwirt / in fortbilden oder mit Zugangsberechtigung zur Hochschule ein Studium antreten, indem bspw. ein Bachelor im Fach Rechtswissenschaften erworben werden kann.

€ 5.99
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Fortbildung: Rechtsfachwirt / in

Fachwirte der Rechtsbranche verwalten Arbeitsabläufe einer Kanzlei, planen den Mitarbeitereinsatz oder leiten das Rechnungswesen. Außerdem wirken sie an Aus- und Weiterbildungen des Fachangestellten-Nachwuchses mit.

Um Zugang zur Fortbildungsprüfung zu erhalten, ist eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung plus eine Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren erforderlich. Die Prüfung wird durch dir Rechtsanwaltskammer abgenommen, die Lehre beträgt einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten, kann aber je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform unterschiedlich sein (z. B. Teilzeit: 1 bis 2 Jahre).

Der schriftliche Teil der Abschlussprüfung besteht aus Gebieten wie z.B. Verwaltung und Organisation des Büros, Personalwirtschaft oder Mandantenbetreuung in Angelegenheiten des Kosten-, Gebühren-, Prozess- oder des Materialrechts. Zusätzlich ist eine mündliche Prüfung angesetzt, in der ein praxisorientiertes Situationsgespräch durchgeführt wird. Dabei sind gute Kenntnisse in Recht, Mathematik und Wirtschaft notwendig.

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung gibt es die Gelegenheit ohne Hochschulzugangsberechtigung zu studieren.