Wer braucht schon Schlaf…

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Da wird der Wecker morgens eine Stunde früher gestellt. Dann geht es, mit Koffein gedopt, daran, sich noch die Infos der letzten dreißig Seiten kurz vor der Klausur zu merken. Manche machen die Nacht vielleicht gleich durch, halten sich mit Energydrinks & Co wach und hoffen so, die verlorene Vorbereitungszeit wieder einzuholen. Wie aber schneiden solche Studenten in den Prüfungen ab? Bringt solch ein Lernmarathon inklusive Schlafmangel Vorteile oder erreicht er genau das Gegenteil, nämlich letztlich schlechtere Leistungen?

Eine Studie belgischer Wissenschaftler untersuchte jetzt, welchen es Zusammenhang zwischen Schlafgewohnheiten und Prüfungsergebnissen von Studenten gibt – und sie fanden ihn. (vgl. hier) Studenten, die schlecht schlafen, schnitten bei Klausuren mit 20 möglichen Punkten fast einen Punkt schlechter ab, einfach nur, weil sie keine ausreichende Nachtruhe genossen hatten. Außerdem stellte die Studie fest, dass die Schlafdauer noch wichtiger ist, als die Qualität zu sein scheint. Da das Gehirn im Schlaf neues Wissen prozessiert und mit vorhandenem verknüpft, sind die Tiefschlafphasen, die man erst in der zweiten Hälfte der Nacht durchlebt, besonders bedeutsam.

Es scheint, als hätten sorgenvolle Eltern gegenüber ihren Studentenkindern in einer Hinsicht auf jeden Fall recht: Früh ins Bett gehen ist eben – insbesondere vor Klausuren – doch nicht so eine schlechte Idee. Denn der eine Punkt mehr, den man in ausgeschlafenem Zustand leistet, macht manchmal den kleinen aber feinen Unterschied zwischen Bestehen oder nicht Bestehen einer Prüfung.

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