„Wie viel hast du gelernt?“ – Aussagen und ihre Wirkungen auf Mitmenschen

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Jeder von uns kennt bestimmt die Personen, die scheinbar nie lernen aber in Klausuren trotzdem gut abschneiden. Wenn man sich nun mit diesen Menschen über das Lernen und speziell über ihren Lernaufwand unterhält, sollte man ihre Aussagen mit großer Vorsicht genießen. Warum?

Tatsächlich sind manche Menschen, die kaum lernen und ihre Prüfungen trotzdem mit Bravur bestehen, wirkliche Glücksfälle oder Naturtalente. Doch nicht immer handelt es sich um solch ein „Wunder“.  Es geht hier vielmehr um den Effekt der Kommunikation und sein Zusammenspiel mit dem Selbstwertgefühl, bei dem ein Mechanismus greift, der im Kommunikationsmodell von Schulz von Thun erläutert wird: Mit jeder offensichtlich sachlichen Aussage verbindet man gleichzeitig eine Aussage über sich selbst. Personen mit guten Noten, die erzählen, sie hätten für die Prüfung nicht gelernt, können natürlich auch lügen. Ziel dieser Lüge ist es, sich selber besser darzustellen – wer nicht viel lernt und dabei noch gut abschneidet, muss folglich intelligent sein! Besteht diese Person die Prüfung nun doch nicht bzw. schneidet schlecht ab, kann die vorangegangene Aussage eine Schutzfunktion des Selbstwertgefühles aufzeigen. Ein Versagen wird damit präventiv gerechtfertigt (vgl. Erfolgreich lernen, Hofmann & Löhle , 2004, Effiziente Lern- und Arbeitsstrategien für Schule, Studium und Beruf, S.144-145).

Manchmal ist es also doch mehr Schein als Sein: Mit ihren Aussagen wollen sich manche einfach nur in ein besseres Licht rücken. Bevor ihr euch von ihnen also aus der Ruhe bringen lasst, konzentriert euch lieber auf euch selbst – dann klappt es auch mit den Prüfungen!

Und wenn ihr zeitsparend und effektiv lernen wollt, dann probiert es doch mal mit der intelligenten Karteikarten-Software BRAINYOO.

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